Internationale
Contergan
Thalidomid
Allianz
Presse-Erklärung (22.01.2011)
Die Zeit ist reif!
Wir sind bereit!!!!!
Die Stadt Stolberg bei Aachen hat in ihrer Ratssitzung am 18.1.2011 beschlossen, das weltweit einzige Denkmal und Mahnmal den Opfern des größten Medikamentenskandals der Nachkriegszeit in Deutschland, uns Contergangeschädigten Menschen und Angehörigen, zu errichten, auch um jenen Opfern der Contergankatastrophe, verursacht durch die Grünenthal, zu gedenken, die verstorben sind und an jene zu "denken", die noch leben.
Wir begrüßen die Errichtung dieses Denkmals ausdrücklich. Durch dieses Denkmal wird allen Opfern der weltweiten Contergankatastrophe ein Platz der Trauer, aber auch des Innehaltens geschaffen.
Dass hier ausgerechnet der Schädiger, die Firma Grünenthal, die entstehenden Kosten des Denkmals übernehmen möchte, ist dabei für uns Überlebende der Contergankatastrophe ein unerträglicher Zustand.
Die uns erreichte Solidarität von Thalidomidgeschädigten weltweit zeigt die Wichtigkeit und Notwendigkeit den Opfern und den Überlebenden ein Denkmal zu setzen, aber auch der Wunsch, die Kosten dieses Denkmals eigenverantwortlich zu stemmen, damit es auch tatsächlich "unser" Denkmal ist.
Wir, die Internationale Contergan Thalidomid Allianz, verstehen das unakzeptable Angebot der Firma Grünenthal, die Kosten des Denkmals zu übernehmen, aber auch als Angebot, wenngleich unbeholfen, unpassend und unwürdig, aufeinander zuzugehen.
Wir sehen die Finanzierungszusage "unseres" Denkmals der Familie Wirtz nach mehr als 50 Jahren demnach als Zeichen, nun endlich die volle Verantwortung übernehmen zu wollen. Das ist eine gute Voraussetzung, um endlich gemeinsam eine Entschädigungslösung herbeizuführen.
Es ist an der Zeit, jetzt die Entschädigung unserer schwerwiegenden immateriellen und materiellen Schäden in Millionenhöhe auf Augenhöhe mit uns, den Opferverbänden und -initiativen, zu verhandeln und zeitnah für alle Thalidomidgeschädigten weltweit eine Lösung zu erarbeiten.
Udo Herterich, Sprecher der ICTA, fragt: "Familie Wirtz, worauf warten Sie?"und fordert: "Zeigen Sie JETZT verantwortliches Handeln und setzen sich mit uns an einen Tisch, um so Fakten zu schaffen, die eine adäquate Entschädigung ermöglichen".
Wir sind bereit !!!!"
Wir Contergangeschädigte Menschen kämpfen weltweit für eine gerechte Entschädigung, um ein Leben in Selbstbestimmung und Würde führen zu können.
Kampagnensprecher Deutschland:
Claudia Schmidt-Herterich
(schmidt-herterich [at] icta-kampagne [dot] com)
Udo Herterich
(herterich [at] icta-kampagne [dot] com)
Bensberger Str. 139
51503 Rösrath
Telefon +49 (0) 22 05 - 83 54 1
Telefax +49 (0) 22 05 - 83 58 6
Udo Herterich
Claudia Schmidt-Herterich
Kampagnen - Sprecher/in Deutschland
Internationale Contergan / Thalidomid Allianz
Bensberger Str. 139
51503 Rösrath
Telefon 02205 - 83 541
Telefax 02205 - 83 586
nc-herterud4@netcologne.de
www.icta-kampagne.com
Wir kämpfen in Solidarität mit allen Contergangeschädigten Menschen
für Gerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben in Würde.